Beste Antwort - Ausgewählt vom Fragesteller
Mitte der 70-er Jahre. Entsinne mich bestens. Meine Firma hatte einen arme-Schlucker Tagesatz so um die DM 45.-. Das reichte in der Provinz gerade aus fuer "Vertreter in Damenunterwaesche" Absteigen, z.B. in Ulm, Selb, Braunschweig, Wilhelmshaven und Wedel. Fuer Muenchen, Stuttgart und Duesseldorf musste ich immer "Bittgesuche" an meinem Chef schreiben. Grosstaedte waren ca. um einen Faktor zwei hoeher.
Zum Vergleich damals die Oberklasse:
Das "Moevenpick" in Ulm war so DM 120.- bis 140.-.
Hier in den USA waren Hotels eigentlich billig (wenn man nicht DM 4.- fuer den Dollar bezahlen musste). Mein Billig-Rekord 1974, Edelabsteige mit Pool in Scottsdale, AZ mit $10.- pro Nacht, inkl. ein Western Style Breakfast.
San Francisco, Palo Alto und Chicago waren so zwischen $30- bis $50.- (Hyatt).
Uebrigens, Tiefpreis 1967, der YMCA in New York City (entspricht dem CVJM). Konnte ich mir gerade mit einem Reisestipendium der VW Stiftung leisten, sage und schreibe $3.75 pro Nacht. Allerdings verdiente ein Ingenieur 1967 nur ca. $7,000 pro Jahr.
Mein "Angeber-Rekord" war der "George V" in Paris. Ende der 60-er Jahre schon mit DM 600.- pro Nacht (eingeladen, denn meine "halbe Stelle" an der Hochschule war DM 650.- pro Monat).
@Franky - danke fuer den guten Hinweis: "Einkommen Normalbuerger?" 1970 habe ich ca DM 30,000 pro Jahr als Laborgruppenleiter verdient. Ein Hotel fuer DM 40.- war also sehr teuer! Denn "Dreisatz" kann man da nicht ansetzen. Sprich: heute "€60k pro Jahr" und damit "Hotel heute €80.-" Vom Gehalt in 1970 blieb naemlich viel weniger in der Gesaesstasche zum Ausgeben uebrig als heute von den "€60k". Z.B. 48cm Grundig Fernseher war ~ DM 2,000.-
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- Eine Dichte von Information... sagenhaft. Vielen Dank, das Bild wird sehr klar vor meinem geistigen Auge.