Da hast Du Dir ein wunderschönes Reiseziel ausgesucht, Glückwunsch. Kann ich nur empfehlen. Einige Tipss von mir:
Gebucht haben wir unseren zweiwöchigen Aufenthalt an der Costa del Sol bei Neckermann und in knapp 3 Std. sind wir mit Condor von Düsseldorf aus nach Malaga geflogen. Der Bus-Transfer nach Torremolinos dauert 15 Minuten. Untergebracht waren wir im Hotel Puente Real am Rande des Ortes. Die Hotelanlage besteht aus einem 10-stöckigen Haupthaus, mehreren Appartement-Anlagen und einem Swimming-Pool. Zum Strand muss man die Uferstraße überqueren.
Am nächsten Tag haben wir bei herrlichem Sonnenschein und ca. 24°C - das schöne Wetter sollte uns die ganze Woche begleiten - erst einmal Torremolinos angesehen. Von Malaga bis Torremolinos erstreckt sich ein 9 km langer Sandstrand. Grund genug, um einen Massentourismus zu entwickeln, der jährlich eine Million Badegäste anlockt. Dem entsprechend türmen sich hinter dem Strand zahlreiche Hotels und Appartement-Anlagen.
Das ehemalige Fischerdorf Torremolinos hat aber trotzdem seinen Charme bewahrt. Wenn man die quirlige Hauptgeschäftsstraße Calle San Miguel verlässt, umfängt einen schnell die beschaulichere Atmosphäre früherer Zeiten. Oder man besucht das Fischerviertel La Carihuela.
Hinweis: Der Ortskern liegt an einem Hang und unterteilt sich in eine Ober- und Unterstadt. Mit einem Lift kann man das steilste Stück aber bequem überwinden.
Sehenswertes:
Wir haben uns dort ein Auto gemietet und sind dann nach Ronda gefahren. Wenn man sich an die in Andalusien üblichen zahllosen Kreisverkehre gewöhnt hat, klappt das Fahren ganz gut. Zunächst geht es die Küste entlang Richtung Marbella und dann über Serpentinenstraßen ca. 50 km ins Landesinnere bis nach Ronda. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau in 750 m Höhe und gilt als eine der ältesten Besiedlungen Spaniens. Schon zu griechischer und römischer Zeit war es ein bedeutender Handelsplatz. Die Mauren erhoben Ronda zu einer taifa (Königsstadt).
Sehenswert sind die Altstadt (La Ciudad) und die Brücke Puente Nuevo aus dem 18. Jh., die über eine 160 m tiefe Schlucht die Altstadt und die Neustadt El Mercadillo verbindet. Sehenswert in der Neustadt sind das Rathaus, die Stierkampfarena - die älteste Spaniens (die Umgebung Rondas ist bekannt für seine Stierzucht) - und der Stadtpark Almeda del Tajo. Die Altstadt wird beherrscht von der Kirche Santa Maria Mayor. Genauso wie bei der Kirche San Sebastian besteht der Glockenturm aus einem ehemaligen Minarett aus maurischer Zeit. Die malerische Stadt hat so bekannte Persönlichkeiten wie Goya, Rilke und Hemingway, aber auch den Popstar Madonna in ihren Bann gezogen.
Am nächsten Tag haben wir das sicher sehenswerteste Ziel Andalusiens angesteuert - die Alhambra in Granada.
Ob die Alhambra in Granada nun wirklich das Highlight ist, darüber kann man sicherlich streiten, zumal wenn man schon in Marokko war. Aber die Besuchermassen geben eine klare Antwort: die Alhambra ist die meistbesuchteste Sehenswürdigkeit Spaniens und natürlich Weltkulturerbe der UNESCO.
Hinweis: Die Eintrittskarte sollte man schon im Hotel buchen, ansonsten ist stundenlanges Warten angesagt. Und wenn man dann endlich das begehrte Ticket (Preis € 10.-) hat, muss man nochmals Stunden verbringen, ehe man die Nasriden-Paläste besichtigen kann! Am einfachsten - aber dafür auch teurer - ist natürlich, eine der von den Reiseveranstaltern oder in den Ferienorten angeboten Touren zur Alhambra zu buchen.
Am nächsten Tag sind wir nach Gibraltar gefahren. Die Fahrt nach Gibraltar führt uns auch an den südlichsten Punkt Europas, nach Tarifa. Am schnellsten geht es über die E 15, eine Autobahn, für die man z.T. Gebühren (ca. € 10.-) bezahlen muss.
Nicht zu vergessen ist natürlich Marbella.
Als der mondänste Badeort an der Costa del Sol gilt Marbella, von Torremolinos ca. 60 km südwestlich gelegen.
Natürlich ist der Strand schön und sind die Geschäfte nobel. Und für den Jetset gibt es Golf- und Tennisplätze. Am besten hat es uns aber in der Altstadt gefallen mit dem Plaza de los Naranjos (Orangen-Platz). Sehenswert ist auch der Jachthafen Puerto Banús, in der auch eine königliche Jacht angelegt hatte.
Wenn die Zeit reicht, sollte man auch einen Abstecher Richtung Fuengirola in die Berge machen nach Mijas. Wegen der schönen weißen Häuser, die verschachtelt in die Berge gebaut sind, hat sich der kleine Ort zu einem touristischen Mekka entwickelt.
Was Du Dir aber auch anschauen musst ist Malaga.
Die Stadt hat eine Menge zu bieten: Unweit vom Hafen liegt die Kathedrale La Manquita. 1528 ließ Karl V. den monumentalen Renaissance-Bau an der Stelle der früheren großen Moschee beginnen. Seitlich neben dem Haupteingang liegt der Palacio Episcopal. Ein paar Ecken weiter gelangt man zum Picasso-Museum (Picasso wurde 1881 in Malaga geboren!) im Palacio de los Condes Buenavista mit Hunderten von Bildern und Skulpturen des Künstlers (Eintritt € 6.-). Am Plaza de la Merced (Taubenplatz) befindet sich das Geburtshaus Picassos. Auf dem Platz kann man bei Bier und Oliven auch gut eine Ruhepause einlegen. Frisch gestärkt sollte man dann den Aufstieg zur Festung Alcazaba beginnen. Je höher man kommt, um so schöner wird der Blick auf die Stadt, den Hafen und die riesige Stierkampf-Arena inmitten von sie umrahmenden Hochhäusern. Wieder unten angekommen, kann man einen Bummel über den Paseo del Parque anschließen, der grünen Lunge der Innenstadt und Flaniermeile der Malaguenos.
Mein Fazit:
Um einen Badeurlaub zu machen, ist es im Frühjahr an der Costa del Sol doch noch etwas zu kalt.
Wir waren aber von der schönen Landschaft im Frühling und der kulturgeschichtlichen Vielfalt Andalusiens begeistert.
Nun hoffe ich, ich konnte Dir ein wenig helfen und Dich von Marbella und der Gegend ein wenig begeistern.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Urlaub, und.....lächel.....schreib mal ne Karte.
LG African Queen