Ich bin mal mit starken Ohrenschmerzen in eine Gemeinschaftspraxis von Hals-Nasen-Ohrenärzten gegangen. Und nach der Untersuchung wurde mir mitgeteilt, dass es sich überhaupt nicht um etwas im Ohr gehandelt hat, sondern entweder um eine Angelegenheit der Nebenhöhlen oder aber um Candida im Darm. Ich sollte mir aussuchen, was ich als erstes angehen wollte.
Ich entschied mich für eine Candida-Behandlung. Tatsächlich hörten die Ohrenschmerzen auf.
Aber ich habe auch gelegentlich Probleme mit den Stirnhöhlen, die ich damit angehe, dass ich schleimhautabschwellende Tropfen und schleimlösende Mittel nehme (also beispielsweise reichlich Schlüsselblumentee trinke). Dann kann das Sekret abfließen. Auch dann hört der Ohrenschmerz wieder auf.
Wenn man also Ohrenschmerzen hat und gleichzeitig zu Blähungen neigt, vor allem nach kohlenhydratreicher Nahrung, sollte man an eine Candida-Belastung denken. Bei Frauen kommt dann noch dazu, dass dies meistens durch eine Fehlfunktion der Schilddrüse ausgelöst wurde. Also Schilddrüsenwerte spätestens ab 40 überprüfen lassen.
Wenn man erkältet ist, kann auch der Verbindungskanal vom Rachen zum Ohr verstopft oder angeschwollen sein. Auch das kann zu Schmerzen im Ohr führen.
Du könntest bei akutem Auftreten erst einmal homöopathische Mittel nehmen. So habe ich über Pulsatilla gelesen, dass es gerne für Kinder verwendet wird, denen es bei Zuwendung und Trost wieder besser geht. Man sollte solche Mittel immer zuhause haben, sich also eine Notfall-Apotheke aus diesen kleinen Kügelchen zulegen. Als Faustregel gilt: Niedrige Potenz ist mehr für körperliche Beschwerden, hohe Potenzen mehr für emotionale Probleme.
Und wenn die Schmerzen dann anhalten, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn das Ohr liegt einfach viel zu nahe am Gehirn...
Teile dem Arzt aber mit, wie die Schmerzen entstanden sind, ob du Wärme als angenehm oder unangenehm empfindest, ob der Schmerz ziehend oder stechend ist...